RICE-Modell
Wann hilfreich?
Wenn du zwischen mehreren Ideen oder Projekten wählst und nicht weißt, womit du anfangen sollst – das RICE-Modell hilft dir, Optionen strukturiert zu vergleichen. Es macht Annahmen explizit und setzt erwartete Wirkung und Aufwand in ein nachvollziehbares Verhältnis. Ziel ist nicht mathematische Exaktheit, sondern konsistente Vergleichbarkeit.
So praktizierst du:
- Stell dir vor: Du hast drei Projektideen auf dem Tisch. Alle klingen sinnvoll, aber du hast nur Kapazität für eine. Bauchgefühl allein reicht nicht – und endlos abwägen auch nicht. Das RICE-Modell gibt dir eine Struktur, um die Optionen fair nebeneinanderzustellen.
- Schreibe alle Optionen auf, zwischen denen du entscheiden möchtest. Dann bewertest du jede nach vier Kriterien – immer mit denselben Skalen.
- Reach – Reichweite: Wie viele Personen oder Einheiten sind betroffen, in einem definierten Zeitraum? Trage eine konkrete Zahl ein, zum Beispiel 50, 200 oder 1.000.
- Impact – Wirkung: Wie stark ist der Effekt? Skala von 1 bis 5: 1 = sehr gering, 3 = mittel, 5 = sehr hoch.
- Confidence – Sicherheit: Wie gut belegt ist deine Einschätzung? Skala von 0,1 bis 1,0: 0,1 = sehr unsicher, 0,5 = teilweise belegt, 1,0 = sehr sicher.
- Effort – Aufwand: Wie viel Zeit oder Ressourcen braucht die Option realistisch? Trage eine konkrete Zahl ein, zum Beispiel geschätzte Arbeitsstunden oder -tage.
- Berechne den RICE-Wert für jede Option: (Reach × Impact × Confidence) / Effort. Die höchste Zahl zeigt die relativ effizienteste Option – beste Wirkung im Verhältnis zum Aufwand.
- Nimm dir vor: Welche Option hat den höchsten RICE-Wert – und stimmt das mit deiner Intuition überein? Falls nicht: Was weißt du, das das Modell nicht abbildet?
Hinweis: Das Modell schafft Vergleichbarkeit, ersetzt aber nicht strategisches Denken oder Verantwortung.