Präsenz durch mentales Bild
Wann hilfreich?
Wenn du einen positiven Zustand – Ruhe, Zuversicht, Freude – bewusst verfügbar machen willst, hilft diese Übung. Sie nutzt alle fünf Sinne, um eine positive Erinnerung oder ein Zielbild so klar zu verankern, dass du es jederzeit wieder aktivieren kannst.
So praktizierst du:
- Stell dir vor: Du hast einen Moment erlebt, in dem du dich wirklich gut gefühlt hast – ruhig, klar, verbunden. Vielleicht war es ein Urlaub, ein Gespräch, ein Morgen allein im Freien. Diese Übung hilft dir, genau diesen Moment so tief zu verankern, dass du ihn in schwierigen Momenten gezielt abrufen kannst.
- Wähle eine positive Erinnerung, ein Zielbild oder eine Situation, die du bewusst verankern möchtest. Lass das Bild in deiner Vorstellung entstehen.
- Sehen: Benenne fünf Dinge, die du in dieser Situation siehst – Farben, Formen, Licht, Menschen oder Landschaft. So konkret wie möglich.
- Berühren: Identifiziere vier Dinge, die du berühren kannst – und stell dir ihre Oberflächen genau vor. Rau, glatt, warm, kühl?
- Hören: Nenne drei Dinge, die du hören kannst – Stimmen, Geräusche, Stille, Musik oder Natur.
- Riechen: Suche zwei Gerüche, die zu dieser Situation gehören – Meer, Erde, Kaffee, Wald oder etwas ganz Eigenes.
- Schmecken: Finde einen Geschmack, der dazugehört – oder stelle dir einen vor, der passt.
- Atme ruhig und nimm wahr, wie sich die positive Stimmung im Körper ausbreitet. Dann beende die Übung mit dem Bewusstsein: Dieses Bild gehört dir. Du kannst es jederzeit wieder aktivieren.
Hinweis: Mentale Bilder werden stabil, wenn sie mit allen Sinnen verknüpft sind.