Eigene Werte finden
Wann hilfreich?
Diese Methode hilft dir, deine inneren Überzeugungen behutsam zu prüfen. Viele unserer Haltungen entstehen durch die Familie, die Schule oder das Umfeld, ohne dass wir sie jemals bewusst gewählt haben. Ziel ist es zu erkennen, welche Werte du heute aus tiefstem Herzen bejahst und welche du möglicherweise nur ungeprüft übernommen hast.
So praktizierst du:
- Werte sichtbar machen: Notiere dir 5 bis 10 Werte, die dein Handeln prägen (z. B. Sicherheit, Freiheit, Leistung, Harmonie). Erlaube dir, dabei ganz ehrlich zu sein, ohne zu bewerten, was „gut“ oder „schlecht“ klingt.
- Den Ursprung erkunden: Notiere neben jedem Wert, woher er vermutlich stammt. War es ein Vorbild, die Erziehung oder vielleicht ein gesellschaftlicher Druck? Seit wann trägst du diese Überzeugung mit dir?
- Die Aktualität prüfen: Frage dich bei jedem Punkt: Entspricht dieser Wert meinem heutigen Ich? Schenkt er mir Kraft oder schränkt er mich eher ein?
- Bewusst wählen: Markiere die Werte, die du heute aktiv und aus eigener Erfahrung bejahst. Dies sind deine „echten“ Werte.
- Neu ausrichten: Wenn du merkst, dass ein Wert (z. B. Erfolg) für dich zu eng geworden ist, formuliere ihn für dich neu – so, wie er sich für dein aktuelles Leben stimmig anfühlt.
- Abgleich: Schau dir deine bereinigte Liste an und frage dich: Spiegelt mein aktueller Alltag diese bewusst gewählten Werte wider?
- Dein Impuls für heute: Wähle einen Wert von deiner Liste, bei dem du merkst, dass du ihn nur anderen zuliebe erfüllst. Was würde sich heute verändern, wenn du diesen Erwartungsdruck für einen Moment beiseitelegst?
Hinweis: Werte sind nicht in Stein gemeißelt. Sie dürfen sich mit dir mitentwickeln. Dich von übernommenen Werten zu lösen, ist kein Verrat an deiner Herkunft, sondern ein Ja zu deiner eigenen Identität.