Eigene Kommunikation reflektieren

Beziehung & Kommunikation 20-30 Min.

Wann hilfreich?

Wenn du das Gefühl hast, dass deine Botschaften nicht so ankommen, wie du es dir wünschst – sei es in Gesprächen oder bei Präsentationen. Diese Übung hilft dir, die Kluft zwischen deiner Absicht und deiner tatsächlichen Wirkung behutsam zu überbrücken. Es geht nicht darum, dich zu kritisieren, sondern deine unbewussten Gewohnheiten in Körperhaltung, Stimme und Sprache liebevoll sichtbar zu machen, damit du sie bewusst gestalten kannst.

So praktizierst du:

  1. Aufnahme erstellen: Nimm dich etwa fünf Minuten lang mit deinem Smartphone auf, während du frei über ein Thema sprichst, das dich bewegt. Schau dir das Video danach nicht sofort an.
  2. Abstand gewinnen: Lass die Aufnahme mindestens einen Tag ruhen. Das hilft dir, den inneren Kritiker zu beruhigen und die Bilder später mit mehr Objektivität und Ruhe zu betrachten.
  3. Die Ebene des Körpers (Stummfilm): Schau dir das Video zuerst ohne Ton an. Achte nur auf deine Gestik, Mimik und Haltung. Was strahlt dein Körper aus? Wirkt er offen, angespannt, lebendig? Nimm es einfach nur wahr, ohne es zu bewerten.
  4. Die Ebene der Stimme (Hörspiel): Höre dir die Aufnahme nun an, ohne auf das Bild zu schauen. Achte auf dein Tempo, deine Pausen und den Klang. Wo wirkt deine Stimme sicher, wo wird sie vielleicht etwas leiser?
  5. Die Ebene des Inhalts (Skript): Lies dir (falls möglich durch ein Transkript) deine Worte durch. Gibt es Füllwörter oder Wiederholungen, die du oft nutzt? Sind deine Gedanken klar strukturiert?
  6. Sanfter Fokus: Wähle nach dieser Beobachtung nur ein bis zwei kleine Punkte aus, die du beim nächsten Mal bewusst anders machen möchtest – zum Beispiel eine bewusste Pause setzen oder die Hände ruhiger halten.
  7. Dein Impuls für heute: Wann steht dein nächstes wichtiges Gespräch an? Nutze die Zeit davor für eine kurze „Test-Aufnahme“. Du wirst staunen, wie viel Sicherheit du gewinnst, wenn du dich selbst einmal wertfrei „erlebt“ hast.

Hinweis: Wir sind meist unsere eigenen strengsten Kritiker. Versuche, dich so zu betrachten, wie du einen guten Freund betrachten würdest: mit Wohlwollen und echtem Interesse an seiner Weiterentwicklung.

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